Ausstellungskalender

Geschützte CACIB-Schauen mit angeschlossener Sonderschau des Vereins  für

Deutsche Spitze e.V.

 

 

 
26. Ortenauschau Offenburg am 9. und 10. März 2013 - Spitze Samstag, 9. März

 

 

 

 

alle Termine ohne Gewähr

======================================================

                                       Vorbereitungen auf eine Ausstellung

   Allgemeines

Hundeausstellungen werden vielfach als Schaufenster der Hundezucht bezeichnet. Züchter zeigen ihre Zuchtergebnisse und unterstellen sie einer Qualitäts- bzw. Standardkontrolle durch den Richter. Der Züchter erfährt dadurch, wo er mit seiner züchterischen Arbeit innerhalb der ganzen Rasse steht.
Doch Ausstellungen sind auch für Besitzer eines ganz normalen Familienhundes sehr interessant und können mit großer Begeisterung zu einem zeitintensiven und aufwendigen Hobby werden.
Nicht vergessen darf man schließlich die Bedeutung einer Hundeausstellung für die Ausstellungsbesucher. Viele Leute besuchen eine Hundeausstellung, um sich ein Bild über eine bestimmte Rasse zu machen, die verschieden Rassen miteinander zu vergleichen, Züchteradressen zu erfahren oder mit den Ausstellern über rassespezifische Probleme, Haltungs- und Erziehungsfragen zu diskutieren.

Eine Hundeausstellung ist sowohl für den Hund als auch für seine Bezugspersonen ein großartiges Ereignis. Damit es aber für beide Seiten auch ein positives und unvergessliches Erlebnis wird, braucht es einiges an Vorbereitung und auch etwas Fachwissen. Es empfiehlt sich, dass der Hundehalter seine erste Hundeausstellung ohne den eigenen Vierbeiner besucht. So hat er genügend Zeit sich überall umzuschauen, mit erfahrenen Ausstellungsprofis zu diskutieren, Tipps zu erfragen, sich mit der Tagesordnung vertraut zu machen, etwas über die Unterbringung der Hunde in den Boxen zu erfahren oder auch über das richtige Vorführen der Hunde im Ring sowie über die Bewertungskriterien. Zudem wird an jeder Hundeausstellung ein interessantes Rahmenprogramm angeboten, dass vor allem für den Ausstellungsanfänger sehr zu empfehlen ist.

Die Vorbereitung auf eine Hundeausstellung

Hat sich der Hundehalter entschlossen mit seinem Hund eine Ausstellung zu besuchen, so erfährt er aus der Zeitschrift "Hunde" oder bei der kynologischen Gesellschaft des entsprechenden Landes, wann und wo Hundeausstellungen stattfinden und wo die Anmeldeunterlagen angefordert werden können.
Nach erfolgter Anmeldung wartet der Ausstellungsneuling aber nicht etwa gelassen auf den Tag der Ausstellung. Für ihn und seinen Hund beginnt vom Tag der Anmeldung an die harte Vorbereitungsarbeit, nämlich das Ringtraining. Unter dem Begriff "Ringtraining" versteht man das gewünschte Verhalten des Hundes im Ring üben. Und der "Handler" ist die Person, die den Hund im Ring vorführt.

Die Präsentation des Hundes im Ring

Im Ring wird der Hund in der Bewegung und im Stand gezeigt. Der Hund muss in flüssigem, motiviertem, ausdrucksstarkem Trab an der lockeren Leine auf der linken Seite des Handlers sein Gangwerk optimal zeigen können. Die Präsentation erfolgt in Runden oder im Dreieck. Der Hund darf weder an der Leine zerren noch mit der Leine, dem Arm oder der Kleidung des Hundeführers spielen noch herumschnüffeln oder gar bellen und knurren. Ein wahrer Champion weiß, was er seinem Ruf schuldig ist und beherrscht sich im Ring in jeder Situation.

Weiter wird der Hund dem Richter im korrekten Stand präsentiert. Die Vorder- und Hintergliedmassen sollen dabei parallel stehen, nicht zu breit, aber auch nicht zu eng, ohne ausgedrehte Pfoten und so, dass der Hund nicht überbaut erscheint. Dabei sollen die Winkelungen schön zur Geltung kommen. Auch im Stand ist es wichtig, dass der Hund motiviert ist und mit seiner selbstbewussten Ausstrahlung den Richter von seiner überragenden Schönheit überzeugen kann. Ein Hund der gelangweilt und schlapp mehr vor dem Richter liegt als steht oder nur Lumpereien im Kopf hat und herum zappelt, ist kein Winnertyp und hat keine Chancen auf einen Sieg, auch wenn seine Anlagen noch so gut sind.
Schließlich will der Richter das Gebiss des Hundes sehen. Dabei werden die Lefzen nacheinander auf beiden Seiten und vorne vorsichtig angehoben. Der Hund muss die Gebisskontrolle ruhig und ohne Widerstand über sich ergehen lassen und auch das Abtasten seines Körpers durch den Richter zulassen.

Das Ringtraining

Viele Ausstellungsneulinge sind überzeugt, dass ihr Hund sowohl stehen als auch traben kann. Sie vergessen dabei, dass es sich beim Stehen und Traben im Ring um ein anderes Stehen und Traben handelt, als es sich der Hund beispielsweise vom Spaziergang her gewöhnt ist. Wichtig beim Üben ist, dass für die einzelnen Elemente immer die gleichen Kommandos gebraucht werden. Es empfiehlt sich dringend, für die Ringarbeit andere Kommandos zu verwenden als etwa auf dem Übungsplatz oder auf dem Spaziergang. Im Ring läuft der Hund zum Beispiel nicht "Fuß", sondern hat einen gewissen Abstand zum Handler, denn sonst wird er in seinem Bewegungsablauf eingeschränkt. Wenn der Handler und sein Hund Ausstellungsneulinge sind, ist es von Vorteil, wenn am Anfang immer auf dem gleichen Platz und das "Stehen" sogar immer an der gleichen Stelle geübt wird. Der Handler und sein Hund lernen so den Ablauf der Präsentation leichter kennen und der Handler kann sich voll auf seinen Hund konzentrieren. Nicht vergessen werden darf, dass auch das Zeigen der Zähne ausgiebig geübt werden muss.

Wichtig beim Üben ist:

·       Nur kurz aber möglichst täglich üben

·       Den Hund loben, wenn er etwas korrekt gemacht hat

·       Freude zeigen über die Fortschritte des Hundes

·       Geduldig sein

·       Die Übung immer wieder unterbrechen und kurz mit dem Hund spielen

·       Den Hund motivieren

Der Hund muss überzeugt sein, dass die Arbeit im Ring etwas Sensationelles und einmalig Spannendes ist.

Die Pflege des Hundes

Selbstverständlich gehört die intensive Pflege des Hundes auch zu den Ausstellungsvorbereitungen. Ein tadellos gepflegtes Fell sowie blitzblank saubere Zähne und Ohren sind für einen Ausstellungshund eine Selbstverständlichkeit. Mit der Pflege des Hundes beginnt man rechtzeitig. Bei Bedarf wird der Hund gebadet, jedoch nicht erst am Abend vor der Ausstellung. Ebenfalls muss das Impfbüchlein rechtzeitig kontrolliert werden. Eine jährlich erneuerte Tollwut-, Staupe- und Parvo-Impfung empfiehlt sich für einen Ausstellungshund unbedingt.

Die Ausrüstung

Die Ausstellungsausrüstung für den Handler und seinen Hund muss ebenfalls vorbereitet werden.

Für den Hund benötigt man:

·        Wassernapf

·        Decke

·        Bürste

·        eventuell Ausstellungsleine und –Halsband

·        Stammbaum

·        Impfpass

·        Spielzeug

·        Futter

Für den Handler benötigt man:

·       Bequeme, saubere, farblich zum Hund passende Kleidung

·        Gute Schuhe, ohne rutschige Sohle und allenfalls wetterfest (trotzdem keine Wanderschuhe!!)

·        Klappstuhl

·        Sicherheitsnadeln zum Befestigen der Startnummer

·        Eintrittspapiere

·        eventuell Stadtplan/Landkarte

Alle diese Sachen werden spätestens am Vorabend der Ausstellung vorbereitet, so dass am Ausstellungsmorgen die Anreise rechtzeitig und ohne Stress in Angriff genommen werden kann.

Ablauf einer Hundeausstellung

Bei einer längeren Anreise soll die Fahrt durch regelmäßige Pausen unterbrochen werden, so dass der Hund Gelegenheit hat, sich zu versäubern. Der Hund soll im Ring ausgeruht, frisch und motiviert sein und nicht nervös und gestresst von einer hektischen Autofahrt in den Ring gezerrt werden. Im Ausstellungsgelände angekommen, orientiert man sich anhand des Ausstellungskataloges über den Standort des Ringes und der Boxen. Mit Vorteil richtet man sich einen Platz in der Nähe des Ringes ein, so dass man immer beobachten kann, was im Ring abläuft und seinen Auftritt nicht verpasst.
Die verbleibende Zeit bis zur Präsentation im Ring macht der Handler für den Hund so angenehm wie möglich. Er bleibt bei seinem Hund und lässt ihn nicht bis kurz vor der Präsentation allein. Der Handler muss möglichst ruhig bleiben, denn bekanntlich überträgt sich die Nervosität auch auf den Hund.

Ist die eigene Klasse an der Reihe, präsentiert man den Hund dem Richter. Der Richter sagt auf jeden Fall, ob er zuerst den Hund im Stand, in der Bewegung oder die Zähne des Hundes sehen will. Der Hund muss im Ring jeden Moment spüren, dass er der Star und in jedem Fall für seinen Handler der Beste ist. Der Handler hat nur wenige Minuten Zeit, seinen Hund im Ring zu zeigen. Und in diesen paar Minuten muss alles optimal stimmen. Es nützt nichts, wenn der Hund zu Hause wie ein Meister traben kann und wie ein Monument steht, denn der Richter kann nur bewerten, was ihm gezeigt wird.

Ausstellungstipps

 

Für die Präsentation im Ring keine flatternden Blusen oder Jacken anziehen. Der Richter will den Hund und keinen Stoff sehen.

Keinen Schlüsselbund und keine Münzen, die beim Laufen zu hören sind im Hosen- oder Jackensack aufbewahren.

Eine Hundemarke, ein Adressanhänger oder auch ein Glöcklein gehören nicht ans Halsband eines Ausstellungshundes.

Den Hund nicht mit einer Auslassleine oder allgemein nicht mit einer zu langen Leine vorführen.
Keine vergammelte Leine verwenden.

Die Leine so halten, dass sie dem Hund nicht um den Kopf baumelt.

Darauf achten, dass der Hund nach Betreten des Ringes sofort richtig gestellt wird. Oft entscheidet der erste Eindruck, den der Richter von einem Hund hat.

Nie zwischen Hund und Richter stehen; Die Position immer entsprechend verändern, so dass der Richter jederzeit eine optimale und ungestörte Sicht auf den Hund hat.

Den Richter immer im Auge behalten und seine Weisungen strikt einhalten.

Den Entscheid des Richters akzeptieren und dem Sieger gratulieren.

Den Ausstellungsbesuchern jederzeit freundlich und bereitwillig Auskunft geben.

  

Ich hoffe, möglichst viele Leserinnen und Leser "gluschtig" gemacht zu haben und vielleicht an einer der nächsten Hundeausstellungen zu treffen. Denn auch hier gilt: "Übung macht den Meister"!

  

Quelle: http://www.swiss-website.ch/bernersennenhund/aktuelle.htm

 

www.spitze-ortenau-breisgau.de